Tipp: Lästige Fehlermeldungen wegen nicht vorhandener Laufwerksbuchstaben unterdrücken

Man über Apps sagen was man will, aber solche Fehler sind bei einer App unmöglich. Ein Verzeichnispfad mit einem Laufwerksbuchstaben, der durch die Installation „fest verdrahtet“ wird. Beim Umzug des PCs, beim Upgrade auf Windows 10, beim Einbau einer neuen Festplatte, es gibt gleich mehrere Gründe warum Windows die Laufwerksbuchstaben ab E: oder F: aufwärts neu vergibt. Hat ein Programm noch den alten Laufwerksbuchstaben gespeichert, kommt es zu einer lästigen Fehlermeldung wann immer das Programm direkt oder indirekt (im Hintergrund) aktiv wird.

Eine einfache Möglichkeit diese Meldung vorübergehend abzustellen besteht darin, über das uralte „DOS-Kommando“ subst den nicht vorhandenen Laufwerksbuchstaben auf ein Verzeichnis eines vorhandenen Laufwerks umzuleiten. Wählt man dabei das Stammverzeichnis \ wird der Laufwerksbuchstabe auf das Stammverzeichnis und damit auf das Laufwerk selber umgeleitet.

Gehen Sie dazu wie folgt vor:

Schritt 1: Starten der Eingabeaufforderung oder PowerSHell.

Schritt 2: Eingabe von z.B.

subst N: C:/

.

Diese Umleitung leitet ein (nicht vorhandenes) Laufwerk N: auf Laufwerk C: und dessen Stammverzeichnis um.

Das Subst-Kommando ordnet einem Verzeichnis einen freien Laufwerksbuchstaben zu

Soll dieser Befefehl nach jedem Windows-Start automatisch ausgeführt werden, muss er in eine Textdatei eingetragen werden, die die Erweiterung .cmd enthält. Diese Datei wird in den Autostart-Ordner kopiert.

Eine andere Alternative ist das Einrichten einer RAM-Disk, die den Laufwerksbuchstaben erhält (eine RAM-Disk ist ein vollwertiges Laufwerk, das sich komplett im Arbeitsspeicher befindet). Eine sehr gute, wenn auch nicht kostenlose Alternative ist die RAM-Disk für Windows von SoftPerfect, die auch in meinem Windows 10-Ratgeber vorgestellt wird:

https://www.softperfect.com/products/ramdisk/

Ein Trojaner in einer Mail mit Amazon.de als Absender

Gleich vorweg, Amazon verschickt natürlich keine Trojaner, aber es gibt Betrüger, die verwenden z.B. Amazon.de als Absenderadresse und versenden mit einer vermeintlichen Rechnung im Anhang einen Trojaner.

Als PC-Anwender ist man einiges gewohnt. Paypal-Abrechnungen, die keine sind (Paypal verschickt niemals Abrechnungen genau wie eine Bank niemals Kontoauszüge als Anhang versenden würde), Rechnungen und Mahnungen zu Produkten, die man nie bestellt hat, und eben auch Rechnungen von Amazon. Letzteres klingt nicht weitergeholt, denn unter dem Dach von Amazon tätige Händler verschicken natürlich auch Rechnungen als Anhang als Folge einer Bestellung bei Amazon. Wenn die Mail von „Amazon.de“ aber keine Bestellnummer enthält, sollte man schon misstrauisch werden.

Normalerweise lösche ich solche Mails sofort, dieses Mal war ich neugierig. Mich hat es interessiert, was sich die Betrüger haben einfallen lassen oder, ob vielleicht doch Amazon ausnahmsweise einmal nachlässig war und eine Rechnung ohne Angabe einer Bestellnummer verschickt hatte. Immerhin traf die Mail über jene Adresse ein, die ich in erster Linie für Bestellungen verwende. Aber bereits beim Schreiben dieses Blog-Eintrags wurde mir klar, dass Amazon niemals ein solcher Lapsus unterlaufen würde. Ein perfekte Logistik mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks und den Charme eines Containerterminals macht keine Fehler. Aber ich schweife ab.

Die Vorgehensweise für die „Analyse“ eines verdächtigen Inhalts in Gestalt einer Zip-Datei besteht darin, den Anhang zu speichern, am besten in einem leeren Verzeichnis, wenngleich dies keine Rolle spielt, und die Datei dann mit Windows Defender oder Malwarebytes zu untersuchen. Dazu muss die Datei lediglich mit der rechten Maustaste angeklickt werden.

Es ist interessant und auch ein wenig irritierend, dass das hochgelobte Antivirenprogramm Malwareybtes in der Zip-Datei nichts Verdächtiges fand, während Windows Defender. der in der Vergangenheit eigentlich keinen ganz so guten Ruf was seine Zuverlässigkeit angeht genoss, einen bekannten Trojaner (Nymain) anzeigte, der weitere Schadprogramme aus dem Internet nachlädt. Soweit kam es bei mir zum Glück nicht, da ich den Trojaner durch Defender unter Quarantäne stellen ließ. Dadurch wird die Datei nicht gleich gelöscht, sondern lediglich in ein anderes Verzeichnis verschoben, in dem es keinen Schaden anrichten kann, z.B. C:\ProgramData\Microsoft\Windows Defender\Quarantine.

Weitere Infos zum Nymain-Trojaner gibt es beim BSI: https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Risiken/BotNetze/Avalanche/Schadsoftware/Nymaim.html

Trojaneralarm in einer Zip-Datei, die eine Rechnung von Amazon enthalten soll

https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Risiken/BotNetze/Avalanche/Schadsoftware/Nymaim.html

Die wichtigsten Neuerungen des Fall Windows 10 Creators Update 1709

Seit dem 10. Oktober 2017 gibt es ein neues Update für Windows 10. Es ist das fünfte Update nach dem Windows 10-Release im Juli 2015. Der offizielle Name des Updates ist „Fall Creators Update“, das englische Wort „fall“ steht für die aktuelle Jahreszeit, nämlich Herbst. Die Versionsnummer ist 1709, was nicht ganz stimmig ist, da das Update nicht im September, sondern im Oktober erschienen ist. Aber wir wollen nicht kleinlich sein (ist Microsoft ja auch nicht, denn auch dieses Update wird kostenlos verteilt). Es ging in erster Linie darum, dass die Versionsnummern konsistent und die Monatsnummern über die Jahre gleich bleiben. Der Codename für dieses Update ist „Redstone 3“. Die meisten werden mitbekommen haben, dass inzwischen bereits die erste Vorabversion von „Redstone 4“ für Insider zur Verfügung steht. Wann wird es diese Version geben? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im März oder April nächsten Jahres. Daher steht mit 1803 auch die Versionsnummer bereits fest.

Doch aktuell gibt es erst einmal Redstone 3 zu installieren bzw. zu warten bis es beim nächsten Neustart automatisch installiert – die ganze Prozedur dauert ca. 1 Stunde (was sehr lang ist für ein Update). Um es vorweg zu nehmen, die Liste der Neuerungen ist überschaubar. Von der angekündigten Umstellung der Benutzeroberfläche auf „Fluent Design“ (mehr Räumlichkeit, mehr Farbverläufe usw.) ist im Startmenü noch nichts zu sehen. Diese optische Verbesserung soll ohnehin zunächst nur auf die Universal Apps (so nennt Microsoft jene Apps, die unter Windows 10 und anderen Plattformen wie Windows 10 Mobile oder XBox laufen sollen) angewwendet werden.

Es gibt natürlich viele gute Artikel im Web, die die Neuerungen des Fall Creators Update sehr schön und ausführlich beschreiben. Eine Empfehlung ist ein Artikel auf Golem.de:

https://www.golem.de/news/windows-10-version-1709-im-kurztest-ein-bisschen-kontaktpflege-1710-130710.html

Ich werde diesen Artikel nicht noch einmal durchkauen, sondern die Neuerungen des Fall Creators Update im Folgenden nur stichwortartig zusammenfassen:

  • Das Windows Subsystem für Linux (WSL) ist offiziell fertig
  • Skype-Kontakte werden über die Taskleiste angezeigt
  • Die Cortana-Einstellungen wurden in die Einstellungen verlagert – aus dem Startmenü wurde die Dame sogar herausgenommen (seltsam). Vielleicht stellt Microsoft die Sprachsteuerung irgendwann in naher Zukunft auf Alexa um.
  • Es gibt ein erste zaghafte Handy-Integration mit iPhone und Android.
  • Die im Vorfeld angekündigte Ordnerüberwachung als Schutz vor Expressungstrojanern ist vorhanden, ist aber deaktiviert.
  • Im Taskmanager wird die Leistung des Grafikchips (GPU) angezeigt – das ist, neben der Versionsnummerabfrage, die einfachste Methode um festzustellen, ob das Creators Fall-Update bereits installiert ist.
  • Mit Version 1709 (Redstone 3) beginnt das Zeitalter der „Mixed Reality“ – das bedeutet konkret, dass mit Hilfe relativ preiswerter und bereits erhältlicher Headseats von einer App Objekte in das Sichtfeld eingeblendet werden. Aktuell ist davon noch nichts zu sehen. Das wird sich in den nächsten Monaten sicher ändern, wenn erste Apps über das nächste Update installiert werden – wer sich einen Überblick über das Thema verschaffen möchte, sollte sich die folgende Webseite anschauen: https://www.microsoft.com/de-de/windows/windows-mixed-reality
  • Unterstützung für die Augenbewegungsverfolgungsgeräte von Tobii („Eye Tracking“ hört sich etwas besser an). Die Geräte gibt es seit vielen Jahren (die schwedische Firma ist seit Jahren auf der Cebit vertreten).

    Wie es der erwähnte Golem-Artikel schön auf den Punkt bringt, wirkt im aktuellen Update einiges noch unfertig. Andere angekündigte Funktionen wie eine Cloudablage (damit lassen sich à la Pastebin Texte und andere Informationen über das Web zwischen Computern übertragen) und Timeline (geräteübergreifendes Arbeiten an Dokumenten) wurden einfach auf das nächste Update verschoben. „Windows wird niemals fertig“ – wir erinnern uns.

    Windows-Veteranen werden vermutlich eher erfreut zur Kenntniss nehmen, dass die erneute Umstellung auf eine neue Oberfläche oder genauer auf ein neues Design (am Aufbau des Startmenüs oder der Taskleiste soll sich nichts ändern) langsam und in kleinen Schritten vollzogen wird. Die Systemsteuerung ist immer noch da, genau wie sämtliche Verwaltungstools. Und auch Paint wurde noch nicht in den Ruhestand geschickt. Die unter dem Projektnamen „Honolulu“ zusammengefasste neue Generation von Verwaltungstool wird eventuell erst bei Redstone 4 dabei sein oder bei „Windows 10 Pro for Advanced PC“ oder viel später kommen oder auch gar nicht.

  • Linux unter Windows installieren – mit dem Fall Creators Update wird alles einfacher

    Das Windows Subsystem for Linux (WSL) ist (endlich) offiziell fertiggestellt. Damit vereinfacht sich das Hinzufügen des WLS und damit der „Einbau“ von Linux unter Windows 10 (und Windows Server 2016). Die wichtigste Neuerung ist, dass zwischen dem WSL und verschiedenen Linux-Distributionen unterschieden wird und damit nicht nur Ubuntu zur Auswahl steht. Während das WSL nach wie vor als Feature hinzugefügt wird, wird eine Linux-Distribution als App aus dem Windows Store installiert. Neben Ubuntu steht u.a. Suse Linux zur Auswahl. Weitere Linux-Distributionen dürften folgen bzw. bereits verfügbar sein.

    Die folgende Schrittfolge fügt Ubuntu Linux unter Windows 10 hinzu:

    Schritt 1: Hinzufügen des Windows Subsystem for Linux über die Systemsteuerung

    Auch bei Windows 10 Fall Creators Update wird das WSL noch über die altmodische Systemsteuerung hinzugefügt

    Abb.

    Das Windows Subsystem for Linux (WSL) wird über Apps und Features hinzgefügt

    Das Windows Subsystem for Linux (WSL) wird über Apps und Features hinzgefügt

    Schritt 2: Installation von Ubuntu über den Windows Store

    Das WSL ist nur die Grundlage. Im zweiten Schritt geht es darum, eine bestimmte Linux-Implementierung, etwa Ubuntu, als App über den Windows Store zu installieren.

    Abb.

    Ubuntu Linux wird über den App Store installiert. Voraussetzung ist, dass WSL bereits installiert wurde.

    Ubuntu Linux wird über den App Store installiert. Voraussetzung ist, dass WSL bereits installiert wurde.

    Schritt 3: Start von Ubuntu durch Eingabe von „Bash“

    Die Linux-Erweiterung wird durch Eingabe von „Bash“, z.B. über Start->Ausführen gestartet.

    Jetzt dauert es noch einmal ein paar Minuten, da noch etwas installiert werden muss. Bevor Ubuntu einsatzbereit ist, muss eine wichtige Formalität erledigt werden. Es muss ein Root-Konto mit einem Kennwort angelegt werden. Der Kontenname kann beliebig gewählt werden, das Kennwort wird zwei Mal eingegeben. Benutzername und Kennwort sind wichtig, um sich beim nächsten Mal an das Linux-Betriebssystem anmelden zu können.

    Ging alles gut, steht die Bash-Shell als Linux-Konsolenprogramm zur Verfügung. Was ist noch möglich? Nun, grundsätzlich kann jedes Konsolenprogramm ausgeführt werden. Ist es noch nicht vorhanden, wird es per sudo apt-get install „Name des Programms“ nachinstalliert.

    Der folgende Aufruf installiert SSH nach.

    sudo apt-get install ssh
    

    Ist das alles? Im Prinzip ja, grafische Anwendungen lassen sich nicht ausführen, da es kein grafisches Subsystem und daher keinen Desktop gibt. Das WSL ist kein komplettes Linux-Betriebssystem, sondern „nur“ eine Aufrufebene für Programme, die keine Benutzeroberfläche benötigen. Wer das möchte, muss Ubuntu in einer VM installieren. Mit Hilfe von Hyper-V oder VirtualBox.

    Das ist aber bereits eine ganze Menge. Die zuständigen Entwickler haben sehr gute Arbeit geleistet. Das wird an „Kleinigkeiten“ deutlich wie dem Umstand, dass sich jedes Windows-Programm aus der Bash heraus starten lässt.

    Abb.

    Die Bash-Shell ist bereit

    Die Bash-Shell ist bereit

    Tipp: Mails von Outlook.de mit einem Mail-Client abrufen – es kommt auf eine Einstellung an

    Ich benutze seit vielen Jahren Postbox als Mail-Client. Das Programm ist nicht kostenlos, aber es ist durchdacht, übersichtlich und basiert auf der Codebasis von Thunderbird und damit auf einem Open Source-Programm.

    Weitere Infos gibt es unter https://postbox-inc.com/

    Vor ein paar Wochen ließ sich der Zugang zu Outlook.de nicht mehr einrichten. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber aus irgendeinem Grund wurde das Kennwort nicht akzeptiert. Das Anmelden im Webportal war dagegen kein Problem. Eher per Zufall bin ich in einem Forum auf den entscheidenden Hinweis gestoßen – damit Mails per POP-Protokoll in einem E-Mail-Client abgerufen werden können, muss dafür im Webportal eine Einstellung gesetzt werden.

    Also:

    1) an Outlook.de anmelden
    2) auf das Zahnradsymbol klicken
    3) im Bereich „POP und IMAP“ unter POP-Optionen Geräten und Apps die Verwendung von POP gestatten (POP steht übrigens für „Post Office Protocoll“)

    Bei der Gelegenheit werden einem auch die Einstellungen für POP und SMTP angezeigt.

    Für das das Senden von Mails (SMTP):

    Servername: smtp-mail.outlook.com
    Port: 587
    Verschlüsselung: STARTTLS

    Für das Abrufen von Mails (POP und IMAP):

    Servername: imap-mail.outlook.com
    Port: 993
    Verschlüsselung: TLS

    Bei Outlook.de muss das Abrufen von Mails per POP-Client aktiviert werden

    Tool der Woche: Festplatten zuverlässig löschen mit Disk Wipe

    Wer eine Festplatte oder ein USB-Laufwerk weggibt oder es zum Recyclinghof trägt, sollte dafür sorgen, dass es wirklich leer ist und sich die gelöschten Daten nicht mit einer Spezialsoftware mit minimalem Aufwand wiederherstellen lassen. Was eventuell nicht jeder weiß: Lösche ich eine Datei unter Windows, wird sie lediglich aus dem „Inhaltsverzeichnis“ des Dateisystems gelöscht, ihre Daten werden nicht gelöscht. Das Wiederherstellen der Daten ist damit mit Hilfe spezieller Tools grundsätzlich sehr einfach. Noch einfacher ist es, den Inhalt der Festplatte einfach einzusammeln und von einer Software auswerten zu lassen.

    Damit Daten wirklich gelöscht werden, müssen alle Sektoren des Laufwerks z.B. mit Nullen beschrieben werden. Ein Helfer, der das seit vielen Jahren zuverlässig erledigt, ist Disk Wipe von einem unbekannten Autor.

    Das Programm ist eine echte Freeware ohne Werbung, Candyware oder einer Professional Version im Hintergrund. Der Autor hat lediglich einen Spenden-Button auf seine Webseite platziert. Und „etwas“ Werbung, so dass man genau darauf achten sollte welches Produkt man per Download-Button im Begriff ist herunterzuladen.

    Die Downloadadresse ist http://www.diskwipe.org/

    Der Download besteht aus der Datei Diskwipe.exe, die direkt gestartet wird.

    Der Umgang mit dem Tool ist grundsätzlich sehr einfach:

    >Laufwerk auswählen
    >Wipe Disk-Button klicken
    >Dateisystem für die Formatierung wählen
    >Löschverfahren („Erasing Pattern“ wählen bzw. die Voreinstellung übernehmen
    >Das endgültige Löschen aller Daten durch Eingabe von „ERASE ALL“ noch einmal bestätigen.

    Auch SDD-Platten werden unterstützt, wenngleich hier offenbar ein Löschen einer Datei auch ein Löschen der Daten beinhaltet.

    Das Systemlaufwerk kann verständlicherweise im laufenden Betrieb nicht gelöscht werden. Umfasst ein Laufwerk mehrere Partitionen, muss jede Partition einzeln gelöscht werden.

    Wichtig: Das Löschen eines Laufwerks dauert, natürlich abhängig von der Größe, einige Stunden. Selbst wenn mit „One Pass“ das einfachste Löschverfahren verwendet wird. Das Löschen eines 500 GB-USB-Laufwerks USB 2.0 hat bei mir einen ganzen Vormittag gedauert.

    Disk Wipe löscht die Daten auf eine Laufwerk so, dass sie nicht wiederhergestellt werden können

    Windows – eines der größten Softwareprojekte aller Zeiten?

    Vor kurzem gab Microsoft (das Unternehmen, von dem u.a. das Betriebssystem Windows stammt) bekannt, dass die Entwicklung von Windows auf eine neue Versionsverwaltung umgestellt wurde. Versionsverwaltung (im Englischen „Version Control“) ist eine Anwendung, die alle Dateien verwaltet, die von den Entwicklern erstellt werden. Sie sorgt u.a. dafür, dass die einzelnen Versionen einer Anwendung jederzeit abgerufen werden, Entwickler erkennen, welche Unterschiede zwischen zwei Dateien bestehen, die in unterschiedlichen Versionen vorliegen, und vieles mehr. Kurz: Eine Versionsverwaltung ist für die Software-Entwicklung im Team unverzichtbar. In der Vergangenheit hatte Microsoft eine Eigenentwicklung verwendet, in Zukunft wird dafür von den Windows-Entwicklern die sehr populäre Versionsverwaltung Git eingesetzt. Dass diese ursprünglich von dem Finnen Linus Torvald stammt, jenem Menschen, der sich Linux ausgedacht hat, ist nur ein Detail am Rande. Auch der Umstand, dass das Windows-Team in Zukunft eine andere Versionsverwaltung einsetzt, ist ein Detail, das nur wenige Menschen interessieren wird. Zu Recht. Sehr viel interessanter sind die Details, die im Zusammenhang mit der erfolgten Umstellung bekannt gegeben wurden. Sie geben einen Einblick in die Größenordnung des Softwareprojekts Windows.

    Folgende Details gehen aus der Mitteilung des zuständigen Microsoft-Mitarbeiters Brian Harry hervor:

    >An Windows arbeiten 4.000 „Engineers“ (!) (Software-Entwickler, Tester, Projektleiter usw.)
    >Geht man bei 4.000 Mitarbeitern der Einfachheit halber von einem Jahreseinkommen von 50.000€ aus, belaufen sich alleine die Personalkosten auf 200 Millionen im Jahr
    >Die Windows Code-Basis besteht dabei aus gut 3,5 Millionen Dateien, Gesamtgröße 300 GB
    >Jeden Tag werden 1760 (!) interne Versionen der aktuellsten Windows-Version umgesetzt. Alle paar Wochen wird eine solche Version dann im Rahmen des Insider-Programms veröffentlicht.

    Das Windows-Projekt ist aktuell das größte Software-Projekt, das auf Git läuft (es gibt aber noch größere Projekte, u.a. bei Google, die aber nicht unter Git betrieben werden). Betrachtet man den Aufwand, der für die Entwicklung von Windows betrieben wird, kann ich im Moment kein größeres Software-Projekt vorstellen, an dem noch mehr Menschen arbeiten.

    Wer sich für den Blog-Eintrag interessiert, findet ihn unter der folgenden Adresse. Er ist aber relativ technisch gehalten, da die Zielgruppe in erster Linie Entwickler sind:

    https://blogs.msdn.microsoft.com/bharry/2017/05/24/the-largest-git-repo-on-the-planet/

    Wie sicher sind meine Dateien bei OneDrive?

    OneDrive von Microsoft ist zurecht eine beliebte Ablage für Dateien aller Art. Es ist nahtlos in die Benutzeroberfläche von Windows über den Explorer integriert, einfach zu bedienen (oft etwas zu einfach, da man sich dadurch über die möglichen Folgen nicht im Klaren sein könnte – etwa, dass eine Datei, die im Webportal gelöscht wird, über die automatische Synchronisierung auch auf der Festplatte gelöscht wird) und natürlich kostenlos. Lediglich beim Speicherplatz könnte Microsoft etwas großzügiger sein. Um das kostenpflichtige Office 364-Angebot attraktiver zu machen (hier gibt es 1 TB), wurde der Speicherplatz auf 7 GB verknappt (Stand: August 2017).

    Außerdem muss/sollte man seine Dokumente verschlüsseln, wenn sie private Informationen enthalten. Bilder mit Personen, inbesodere Kinder, sowieso.

    Im Folgenden soll es nur um die Sicherheit meiner Dateien sichern. Sind sie so sicher wie in Abrahams Schoß, kümmert sich Microsoft um alles, sollte in ein Microsoft-Rechenzentren der Blitz einschlagen und alle Server lahm legen, gibt es dann ein Backup?

    Zunächst gibt es bei OneDrive den Papierkorb in Gestalt des Recycle bin-Ordners. Hier werden gelöschte Dateien bis zu 30 Tage aufbewahrt und danach gelöscht. Damit wird das versehentliche oder mutwillige (etwa durch einen Expressungstrojaner) Löschen von Dateien etwas entschärft.

    Als Schutz vor Hardwareausfällen in einem Microsoft-Rechenzentrum gibt Microsoft, dass mehrere Kopien der Dateien auf mehreren Servern gehalten werden. Wie das genau geschieht wird nicht verraten. Auch nicht, ob man einen Recht hat, diese Kopien zu erhalten für den Fall, dass man seine Dateien endgültig gelöscht hat und diese zurückerhalten möchte. Vermutlich ist das aussichtlos.

    Es läuft darauf hinaus, dass auch OneDrive nicht die ultimative Backup-Lösung ist. Zum einen sollten private Daten nicht unverschlüsselt bei OneDrive abgelegt werden, zum anderen werden gelöschte Dateien nach 30 Tagen endgültig gelöscht und es dürfte keine Möglichkeit geben, an die von Microsoft angefertigten Kopien der eigenen Dateien heranzukommen.

    Wer seine Dateien so sicher wie möglich ablegen möchte und mit der Cloud kein Problem hat, benötigt einen Anbieter mit einem expliziten Backup-Plan, bei dem eine auf den Backups basierende Wiederherstellung möglich ist. Grundsätzlich ist es kein Problem, ein zweites OneDrive-Konto mit einer anderen E-Mail-Adresse anzulegen und die Dateien auch mit diesem Laufwerk zu synchronisieren. Das ist dann ein zweites Backup-Medium, das die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes weiter reduziert.

    Ansonsten ist das Backup einzelner Verzeichnisse, z.B. mit dem sehr guten Backup-Tool Uranium, auf eimem NAS-Gerät mit zwei Festplatten, die gespiegelt betrieben werden, immer noch die beste Variante.

    Tool der Woche: TreeSize von JAM Software

    (August, 2017) Das Problem mit zu vollen Festplatten tritt auch im Zeitalter von 10 TB-Festplatten auf, vor allem natürlich auf Laptops, deren Festplatten, insbesondere, wenn man sich eine SSD geleistet hat, chronisch zu klein sind. Als vor kurzem wieder die Installation einer Anwendung scheiterte weil nur noch 0 Bytes auf Laufwerk C: frei waren, war mir klar, dass ich etwas tun musste. Eine größere Festplatte einzubauen wäre zwar die einfachste Lösung, doch kam diese aus verschiedenen Gründen nicht in Frage.

    Aufräumen war angesagt, doch wie und wo beginnen? Ich weiß zwar als alter Hase in etwa wo ich größere Dateien als potentielle Löschkandidaten finden und welche ich davon löschen kann, gut 80% aller Anwender wird in diesem Punkt aber entweder keinen Plan haben oder einfach aus Prinzip keine Dateien löschen wollen, deren Rolle sie nicht kennen.

    Ein sehr gutes Tool, um sich einen Überblick zu verschaffen, ist TreeSize von der kleinen Softwarefirma JAM Software aus der schönen Moselstadt Trier.

    Die Downloadadresse ist

    http://www.jam-software.de/freeware/

    Das Tool zeigt die aktuelle Laufwerksbelegung übersichtlich an und bietet eine deutlich übersichtlichere Darstellung als beispielsweise der Explorer. Damit lässt sich sehr viel einfacher erkennen, welche Verzeichnisse den meisten Platz belegen. Die Frage, ob eine Datei gelöscht werden kann oder nicht, kann TreeView natürlich nicht beantworten.

    TreeSize gibt es in einer kostenlosen Version und einer preiswerten Personal Edition. Ich habe letztere lizenziert, da hier u.a. die Festplattenbelegung in einem schönen Kuchendiagramm angezeigt wird.

    Nach dem Start scannt das kleine Programm die Festplatte und zeigt kurz danach die Laufwerksbelegung in einer Übersicht an.

    TreeSize von JAM Software ist eine chronisch zu vollen Festplatten eine wertvolle Hilfe, da es eine Übersicht bietet, die es beim Explorer nicht gibt

    Eine CD als ISO-Datei speichern mit BurnAware Free

    Möchte man den Inhalt einer CD als ISO-Datei speichern, ist das mit den Bordmitteln von Windows 10 alleine nicht möglich, man benötigt einen Helfer. Eine gute Wahl ist BurnAware Free, das unter der folgenden Adresse heruntergeladen werden kann:

    http://www.burnaware.com/download.html

    Geht es nur um die Grundfunktionalität reicht die kostenlose Variante. Der Downloadbutton leitet auf ein Downloadportal um. Bei der Installation wird „Candyware“ installiert, die mit dem Klick auf den Decline-Button ausgelassen wird.

    Bei der Installation von BurnAware sollte die Zusatzsoftware nicht installiert werden

    Danach startet das Programm und bietet in einer übersichtlichen Oberfläche eine Vielzahl von Möglichkeiten an. Neben Daten-CDs lassen sich auch Audio-CDs entweder für einen CD-Plaxer oder im Mp3-Format schreiben.

    BurnAware bietet eine Vielzahl nützlicher Optionen