Die PowerShell-Skripte aus Kapitel 27

In Kapitel 27 geht es um die Themen Eingabeaufforderung (cmd.exe) und PowerShell. Mit beiden Programmen lässt sich ein Windows-Computer ganz bequem und elegant, sofern man sich erst einmal an die Befehlseingabe über Tastatur, das schwarze oder blaue Fenster und den fehlen des üblichen Fensterkomforts gewöhnt hat, steuern. Was kann man sich darunter vorstellen? Nun, man kann sich z.B. eine Liste aller installierten Updates nicht nur ausgeben, sondern auch in eine Html-Datei schreiben und/oder ausdrucken lassen. Was ist im Rahmen der Benutzeroberfläche nicht möglich. Ein anderes Beispiel: Ich möchte eine Speicherkarte mit Tausenden von Bildern auf die Festplatte kopieren und dabei die Bilder auf Ordner verteilen, deren Name dem Monatsnamen entspricht, in dem das Bild entstanden ist. Das wäre im Explorer ein Projekt für die Weihnachtsfeiertage, im Alltag hat man dazu im Allgemeinen weder die Zeit noch die Lust dazu. Mit einem Skript lässt sich das mit einem Klick per rechter Maustaste auf die Ps1-Datei und Auswahl von „Mit Powershell ausführen“ erledigen. Noch ein Beispiel? Ich möchte meine Sammlung von Wav-Dateien in das Mp3-Format konvertieren. Mit dem Freeware-Tool ffmpeg.exe, das ich ebenfalls in einem Skript ausführe, ist das ebenfalls kein Problem.

Hört sich gut an? Es gibt leider, wie immer, einen sprichwörtlichen Haken. Wie alles muss man auch den Umgang mit der PowerShell, der Eingabeaufforderung und ihrer Stapeldateien oder der Bash-Shell, die im Linux-Subsystem von Windows 10 ausgeführt wird, erst einmal erlernen. Das kostet Zeit, viel Geduld und vor allem Ausdauer und ein gewwisses „Gefühl“ für die typische Wenn-Dann-Computerlogik. Wer sich bereits mit Programmierung auskennt, ist natürlich im Vorteil, da er oder sie mit dieser Logik, Begriffen wie Variablen, Entscheidungen oder Datentypen bereits vertraut ist. Ich denke, der Aufwand lohnt sich, denn man erhält als Belohnung für die Mühe eine Menge neuer Möglichkeiten und wird in die Lage versetzt, den Computer so zu bedienen wie es ursprünglich einmal (das liegt schon „ein paar“ Jahre zurück) der einzige Weg war.

Die Skripte, die ich in Kapitel 27 vorstelle, sowie die „etwas“ längere Befehlsfolge auf Seite 559 zur Ausgabe der Namen der Systemdienste, die vom Systemprogramm Svchost ausgeführt werden, kann man unter dem folgenden Link als Zip-Datei herunterladen:

Die Skripte aus Kapitel 27

Die Zip-Datei enthält eine Reihe von PowerShell-Skripten als Ps1-Dateien.

Was mache ich damit? Die folgende Schrittfolge ist nur eine Empfehlung, da es mehrere Möglichkeiten gibt, um eine PowerShell-Skriptdatei (Ps1-Datei) auszuführen.

1) Ein neues Verzeichnis, z.B. im Dokument-Ordner, mit dem Namen „PowerShell“ anlegen (oder einem anderen Namen)
2) Die Zip-Datei mit der rechten Maustaste anklicken, Eigenschaften wählen und das Häkchen bei „Zulassen“ setzen (ist kein Häkchen zu sehen, ist alles in Ordnung)
3) Die Ps1-Dateien in den angelegten Ordner kopieren
4) Die PowerShell als Administrator starten
5) Den Befehl „Set-ExecutionPolicy RemoteSigned -Force“ eingeben (die Groß-/Kleinschreibung spielt keine Rolle)
6) Die PowerShell ISE starten
7) Die Ps1-Datei über das Datei-Menü laden
8) Darauf achten, ob die Pfade stimmen
9) Das Skript mit der F5-Taste ausführen

Sollten Fehlermeldungen (in rot) die Folge sein, muss eventuell noch ein Verzeichnispfad angepasst werden.

Das in dem Skript Wav nach Mp3-Konvertierung verwendete Programm Ffmpeg.exe muss zuerst unter der folgenden Adresse heruntergeladen und die Datei in das Verzeichnis kopiert werden, in dem sich die Ps1-Datei befindet:

https://ffmpeg.zeranoe.com/builds/

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