Die wichtigsten Neuerungen des Fall Windows 10 Creators Update 1709

Seit dem 10. Oktober 2017 gibt es ein neues Update für Windows 10. Es ist das fünfte Update nach dem Windows 10-Release im Juli 2015. Der offizielle Name des Updates ist „Fall Creators Update“, das englische Wort „fall“ steht für die aktuelle Jahreszeit, nämlich Herbst. Die Versionsnummer ist 1709, was nicht ganz stimmig ist, da das Update nicht im September, sondern im Oktober erschienen ist. Aber wir wollen nicht kleinlich sein (ist Microsoft ja auch nicht, denn auch dieses Update wird kostenlos verteilt). Es ging in erster Linie darum, dass die Versionsnummern konsistent und die Monatsnummern über die Jahre gleich bleiben. Der Codename für dieses Update ist „Redstone 3“. Die meisten werden mitbekommen haben, dass inzwischen bereits die erste Vorabversion von „Redstone 4“ für Insider zur Verfügung steht. Wann wird es diese Version geben? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im März oder April nächsten Jahres. Daher steht mit 1803 auch die Versionsnummer bereits fest.

Doch aktuell gibt es erst einmal Redstone 3 zu installieren bzw. zu warten bis es beim nächsten Neustart automatisch installiert – die ganze Prozedur dauert ca. 1 Stunde (was sehr lang ist für ein Update). Um es vorweg zu nehmen, die Liste der Neuerungen ist überschaubar. Von der angekündigten Umstellung der Benutzeroberfläche auf „Fluent Design“ (mehr Räumlichkeit, mehr Farbverläufe usw.) ist im Startmenü noch nichts zu sehen. Diese optische Verbesserung soll ohnehin zunächst nur auf die Universal Apps (so nennt Microsoft jene Apps, die unter Windows 10 und anderen Plattformen wie Windows 10 Mobile oder XBox laufen sollen) angewwendet werden.

Es gibt natürlich viele gute Artikel im Web, die die Neuerungen des Fall Creators Update sehr schön und ausführlich beschreiben. Eine Empfehlung ist ein Artikel auf Golem.de:

https://www.golem.de/news/windows-10-version-1709-im-kurztest-ein-bisschen-kontaktpflege-1710-130710.html

Ich werde diesen Artikel nicht noch einmal durchkauen, sondern die Neuerungen des Fall Creators Update im Folgenden nur stichwortartig zusammenfassen:

  • Das Windows Subsystem für Linux (WSL) ist offiziell fertig
  • Skype-Kontakte werden über die Taskleiste angezeigt
  • Die Cortana-Einstellungen wurden in die Einstellungen verlagert – aus dem Startmenü wurde die Dame sogar herausgenommen (seltsam). Vielleicht stellt Microsoft die Sprachsteuerung irgendwann in naher Zukunft auf Alexa um.
  • Es gibt ein erste zaghafte Handy-Integration mit iPhone und Android.
  • Die im Vorfeld angekündigte Ordnerüberwachung als Schutz vor Expressungstrojanern ist vorhanden, ist aber deaktiviert.
  • Im Taskmanager wird die Leistung des Grafikchips (GPU) angezeigt – das ist, neben der Versionsnummerabfrage, die einfachste Methode um festzustellen, ob das Creators Fall-Update bereits installiert ist.
  • Mit Version 1709 (Redstone 3) beginnt das Zeitalter der „Mixed Reality“ – das bedeutet konkret, dass mit Hilfe relativ preiswerter und bereits erhältlicher Headseats von einer App Objekte in das Sichtfeld eingeblendet werden. Aktuell ist davon noch nichts zu sehen. Das wird sich in den nächsten Monaten sicher ändern, wenn erste Apps über das nächste Update installiert werden – wer sich einen Überblick über das Thema verschaffen möchte, sollte sich die folgende Webseite anschauen: https://www.microsoft.com/de-de/windows/windows-mixed-reality
  • Unterstützung für die Augenbewegungsverfolgungsgeräte von Tobii („Eye Tracking“ hört sich etwas besser an). Die Geräte gibt es seit vielen Jahren (die schwedische Firma ist seit Jahren auf der Cebit vertreten).

    Wie es der erwähnte Golem-Artikel schön auf den Punkt bringt, wirkt im aktuellen Update einiges noch unfertig. Andere angekündigte Funktionen wie eine Cloudablage (damit lassen sich à la Pastebin Texte und andere Informationen über das Web zwischen Computern übertragen) und Timeline (geräteübergreifendes Arbeiten an Dokumenten) wurden einfach auf das nächste Update verschoben. „Windows wird niemals fertig“ – wir erinnern uns.

    Windows-Veteranen werden vermutlich eher erfreut zur Kenntniss nehmen, dass die erneute Umstellung auf eine neue Oberfläche oder genauer auf ein neues Design (am Aufbau des Startmenüs oder der Taskleiste soll sich nichts ändern) langsam und in kleinen Schritten vollzogen wird. Die Systemsteuerung ist immer noch da, genau wie sämtliche Verwaltungstools. Und auch Paint wurde noch nicht in den Ruhestand geschickt. Die unter dem Projektnamen „Honolulu“ zusammengefasste neue Generation von Verwaltungstool wird eventuell erst bei Redstone 4 dabei sein oder bei „Windows 10 Pro for Advanced PC“ oder viel später kommen oder auch gar nicht.

  • Schreibe einen Kommentar

    Pflichtfelder sind mit * markiert.


    This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.