Linux unter Windows installieren – mit dem Fall Creators Update wird alles einfacher

Das Windows Subsystem for Linux (WSL) ist (endlich) offiziell fertiggestellt. Damit vereinfacht sich das Hinzufügen des WLS und damit der „Einbau“ von Linux unter Windows 10 (und Windows Server 2016). Die wichtigste Neuerung ist, dass zwischen dem WSL und verschiedenen Linux-Distributionen unterschieden wird und damit nicht nur Ubuntu zur Auswahl steht. Während das WSL nach wie vor als Feature hinzugefügt wird, wird eine Linux-Distribution als App aus dem Windows Store installiert. Neben Ubuntu steht u.a. Suse Linux zur Auswahl. Weitere Linux-Distributionen dürften folgen bzw. bereits verfügbar sein.

Die folgende Schrittfolge fügt Ubuntu Linux unter Windows 10 hinzu:

Schritt 1: Hinzufügen des Windows Subsystem for Linux über die Systemsteuerung

Auch bei Windows 10 Fall Creators Update wird das WSL noch über die altmodische Systemsteuerung hinzugefügt

Abb.

Das Windows Subsystem for Linux (WSL) wird über Apps und Features hinzgefügt

Das Windows Subsystem for Linux (WSL) wird über Apps und Features hinzgefügt

Schritt 2: Installation von Ubuntu über den Windows Store

Das WSL ist nur die Grundlage. Im zweiten Schritt geht es darum, eine bestimmte Linux-Implementierung, etwa Ubuntu, als App über den Windows Store zu installieren.

Abb.

Ubuntu Linux wird über den App Store installiert. Voraussetzung ist, dass WSL bereits installiert wurde.

Ubuntu Linux wird über den App Store installiert. Voraussetzung ist, dass WSL bereits installiert wurde.

Schritt 3: Start von Ubuntu durch Eingabe von „Bash“

Die Linux-Erweiterung wird durch Eingabe von „Bash“, z.B. über Start->Ausführen gestartet.

Jetzt dauert es noch einmal ein paar Minuten, da noch etwas installiert werden muss. Bevor Ubuntu einsatzbereit ist, muss eine wichtige Formalität erledigt werden. Es muss ein Root-Konto mit einem Kennwort angelegt werden. Der Kontenname kann beliebig gewählt werden, das Kennwort wird zwei Mal eingegeben. Benutzername und Kennwort sind wichtig, um sich beim nächsten Mal an das Linux-Betriebssystem anmelden zu können.

Ging alles gut, steht die Bash-Shell als Linux-Konsolenprogramm zur Verfügung. Was ist noch möglich? Nun, grundsätzlich kann jedes Konsolenprogramm ausgeführt werden. Ist es noch nicht vorhanden, wird es per sudo apt-get install „Name des Programms“ nachinstalliert.

Der folgende Aufruf installiert SSH nach.

sudo apt-get install ssh

Ist das alles? Im Prinzip ja, grafische Anwendungen lassen sich nicht ausführen, da es kein grafisches Subsystem und daher keinen Desktop gibt. Das WSL ist kein komplettes Linux-Betriebssystem, sondern „nur“ eine Aufrufebene für Programme, die keine Benutzeroberfläche benötigen. Wer das möchte, muss Ubuntu in einer VM installieren. Mit Hilfe von Hyper-V oder VirtualBox.

Das ist aber bereits eine ganze Menge. Die zuständigen Entwickler haben sehr gute Arbeit geleistet. Das wird an „Kleinigkeiten“ deutlich wie dem Umstand, dass sich jedes Windows-Programm aus der Bash heraus starten lässt.

Abb.

Die Bash-Shell ist bereit

Die Bash-Shell ist bereit

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