Schutz vor Ramsomware durch einen einfachen „Trick“

Ramsomware, Verschlüsselungstrojaner und alles was noch in Zukunft als weitere Variante von Schadprogrammen auf uns zu kommen könnte, sind ein unerfreuliches Thema. Vor allem dann, wenn durch verschlüsselte Dateien wichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser vorübergehend lahm gelegt werden.

Mit dem kommenden Windows 10-Update, das bereits im September dieses Jahres kommen soll, wird es eine wichtige Verbesserung geben: Einzelne Ordner lassen sich mit einem zusätzlichen Zugriffsschutz versehen. Dadurch erhält ein Schadprogramm keinen Zugriff mehr und kann auf den Inhalt nicht mehr schreibend zugreifen und damit z.B. keine Dateien verschlüsseln.

Wer solange nicht warten möchte oder noch mit Windows 7 arbeitet, kann sich auch anders behelfen. Man benötigt dazu ein weiteres Benutzerkonto, das als einziges Schreibzugriff auf bestimmte Ordner erhält – in diese Ordner kopiert man mit diesem Benutzerkonto alle wichtigen Dateien, die auf keinen Fall verloren gehen dürfen.

Anschließend meldet man sich mit einem Benutzerkonto, das zur Administratorengruppe gehört, erneut an und entfernt bei den Ordnern die Schreibberechtigungen für alle Benutzerkonten mit Ausnahme des am Anfang angelegten Benutzerkontos.

Damit ist ein Schreibzugriff auf die Ordner nur dann möglich, wenn man sich mit dem „Spezialbenutzerkonto“ angemeldet hat.

Diese Variante besitzt natürlich auch Nachteile:

>Möchte man eine der Dateien ändern oder eine Datei in den sicheren Ordner kopieren, ist jedes Mal ein Abmelden, Anmelden, Abmelden und erneutes Anmelden erforderlich
>Bestimmte Dateien, wie z.B. jene Dateien, in denen E-Mail-Programme ihre Daten speichern, müssen immer einen Schreibzugriff besitzen (theoretisch wäre es möglich, das E-Mail-Programme unter dem Benutzerkonto zu starten)

Ein USB-Laufwerk, das ab- und angestöpselt wird, ist eventuell die komfortablere Alternative.

Ich werde in naher Zukunft die Umsetzung Schritt für Schritt an einem Beispiel vorstellen.

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