Tool der Woche: MobaXterm als komfortabler SSH-Client

Gleich vorweg: Das Tool der Woche ist etwas speziell, aber genial umgesetzt und mit Sicherheit einer der besten seiner Art. MobaXterm ist ein Programm für die direkte Computer zu Computer-Verbindung über SSH (Secure Shell). SSH ist seit ca. 20 Jahren der moderne und vor allem sichere Nachfolger von Telnet. Außerdem ist ein X Server als Client intergriert, so dass sich z.B. grafische Programme, die im neuen Windows Subsystem für Linux (WSL) ausgeführt werden, im Rahmen der Anwendungen benutzen lassen.

Wann brauche ich einen SSH-Client? Zum Beispiel immer dann, wenn man eine Verbindung zu einem Linux-Computer herstellen möchte. Das wiederum ist immer dann erforderlich, wenn man bei einem Provider einen virtuellen oder echten Linux-Server gemietet hat, z.B. um einen eigenen Webserver zu betreiben. Unter Windows ist dafür zwar der Putty-Client eine Art Standardtool, MobaXTerm bietet aber sehr viel mehr Komfort.

Die Downloadadresse von MobaXTerm ist https://mobaxterm.mobatek.net/

MobaXTerm vereint mehrere Programmfunktionalitäten, u.a. ist es ein komfortabler SSH-Client

Tool der Woche: Festplatten zuverlässig löschen mit Disk Wipe

Wer eine Festplatte oder ein USB-Laufwerk weggibt oder es zum Recyclinghof trägt, sollte dafür sorgen, dass es wirklich leer ist und sich die gelöschten Daten nicht mit einer Spezialsoftware mit minimalem Aufwand wiederherstellen lassen. Was eventuell nicht jeder weiß: Lösche ich eine Datei unter Windows, wird sie lediglich aus dem „Inhaltsverzeichnis“ des Dateisystems gelöscht, ihre Daten werden nicht gelöscht. Das Wiederherstellen der Daten ist damit mit Hilfe spezieller Tools grundsätzlich sehr einfach. Noch einfacher ist es, den Inhalt der Festplatte einfach einzusammeln und von einer Software auswerten zu lassen.

Damit Daten wirklich gelöscht werden, müssen alle Sektoren des Laufwerks z.B. mit Nullen beschrieben werden. Ein Helfer, der das seit vielen Jahren zuverlässig erledigt, ist Disk Wipe von einem unbekannten Autor.

Das Programm ist eine echte Freeware ohne Werbung, Candyware oder einer Professional Version im Hintergrund. Der Autor hat lediglich einen Spenden-Button auf seine Webseite platziert. Und „etwas“ Werbung, so dass man genau darauf achten sollte welches Produkt man per Download-Button im Begriff ist herunterzuladen.

Die Downloadadresse ist http://www.diskwipe.org/

Der Download besteht aus der Datei Diskwipe.exe, die direkt gestartet wird.

Der Umgang mit dem Tool ist grundsätzlich sehr einfach:

>Laufwerk auswählen
>Wipe Disk-Button klicken
>Dateisystem für die Formatierung wählen
>Löschverfahren („Erasing Pattern“ wählen bzw. die Voreinstellung übernehmen
>Das endgültige Löschen aller Daten durch Eingabe von „ERASE ALL“ noch einmal bestätigen.

Auch SDD-Platten werden unterstützt, wenngleich hier offenbar ein Löschen einer Datei auch ein Löschen der Daten beinhaltet.

Das Systemlaufwerk kann verständlicherweise im laufenden Betrieb nicht gelöscht werden. Umfasst ein Laufwerk mehrere Partitionen, muss jede Partition einzeln gelöscht werden.

Wichtig: Das Löschen eines Laufwerks dauert, natürlich abhängig von der Größe, einige Stunden. Selbst wenn mit „One Pass“ das einfachste Löschverfahren verwendet wird. Das Löschen eines 500 GB-USB-Laufwerks USB 2.0 hat bei mir einen ganzen Vormittag gedauert.

Disk Wipe löscht die Daten auf eine Laufwerk so, dass sie nicht wiederhergestellt werden können

Tool der Woche: TreeSize von JAM Software

(August, 2017) Das Problem mit zu vollen Festplatten tritt auch im Zeitalter von 10 TB-Festplatten auf, vor allem natürlich auf Laptops, deren Festplatten, insbesondere, wenn man sich eine SSD geleistet hat, chronisch zu klein sind. Als vor kurzem wieder die Installation einer Anwendung scheiterte weil nur noch 0 Bytes auf Laufwerk C: frei waren, war mir klar, dass ich etwas tun musste. Eine größere Festplatte einzubauen wäre zwar die einfachste Lösung, doch kam diese aus verschiedenen Gründen nicht in Frage.

Aufräumen war angesagt, doch wie und wo beginnen? Ich weiß zwar als alter Hase in etwa wo ich größere Dateien als potentielle Löschkandidaten finden und welche ich davon löschen kann, gut 80% aller Anwender wird in diesem Punkt aber entweder keinen Plan haben oder einfach aus Prinzip keine Dateien löschen wollen, deren Rolle sie nicht kennen.

Ein sehr gutes Tool, um sich einen Überblick zu verschaffen, ist TreeSize von der kleinen Softwarefirma JAM Software aus der schönen Moselstadt Trier.

Die Downloadadresse ist

http://www.jam-software.de/freeware/

Das Tool zeigt die aktuelle Laufwerksbelegung übersichtlich an und bietet eine deutlich übersichtlichere Darstellung als beispielsweise der Explorer. Damit lässt sich sehr viel einfacher erkennen, welche Verzeichnisse den meisten Platz belegen. Die Frage, ob eine Datei gelöscht werden kann oder nicht, kann TreeView natürlich nicht beantworten.

TreeSize gibt es in einer kostenlosen Version und einer preiswerten Personal Edition. Ich habe letztere lizenziert, da hier u.a. die Festplattenbelegung in einem schönen Kuchendiagramm angezeigt wird.

Nach dem Start scannt das kleine Programm die Festplatte und zeigt kurz danach die Laufwerksbelegung in einer Übersicht an.

TreeSize von JAM Software ist eine chronisch zu vollen Festplatten eine wertvolle Hilfe, da es eine Übersicht bietet, die es beim Explorer nicht gibt