Die Hosts-Datei editieren mit Hosts File Editor

Die Hosts-Datei ist eine unscheinbare Datei mit dem Namen Hosts im Verzeichnis C:\Windows\System32\drivers\etc.

Sie enthält Einträge, die IP-Adressen DNS-Adressen zuordnen, so dass sich damit eine nicht vorhandene DNS-Namensauflösung simulieren lässt.

Die Hosts-Datei kann auch als Ad Blocker fungieren, in dem die Aufrufe von Werbenetzwerken durch hinzugefügte Einträge auf die Adresse 0.0.0.0 bzw. 127.0.0.1 und damit auf den eigenen PC umgeleitet werden.

Ein Beispiel für einen solchen Eintrag ist 0.0.0.0 ad.doubleclick.net, um Aufrufe an das DoubleClick-Werbenetzwerk zu verhindern.

Eine gute Beschreibung dieser einfachen Technik gibt es unter http://winhelp2002.mvps.org/

Normalerweise wird die Hosts-Datei im Editor bearbeitet, mit dem Hosts File Editor gibt es aber auch ein GUI-Tool für diesen Zweck: http://hostsfileseditor.weebly.com/

Das kleine Tool ist natürlich nicht nur ein simpler Editor-Ersatz, seine Hauptaufgabe besteht darin, dass es auf Wunsch alle Einträge hinzufügt, mit denen die „Rückrufe“ bestimmter Werbenetzwerke, von Portalen wie YouTube oder auch die Microsoft-Telemetrie-Daten geblockt werden (Voraussetzt natürlich, dass sich die Adressen nicht in der Zwischenzeit geändert haben).

Der Hosts FileEditor soll unverwünschte Verbindungen ins Internet verhindern

Exe-Dateien auf Schadprogrammen prüfen mit PEStudio

Ein interessantes Tool, mit den sich heruntergeladene Exe-Dateien auf Schadcode prüfen lassen, ist PEStudio von Winitor.com.

Download unter https://www.winitor.com/

Man blickt damit in das Innere der Datei, das übersichtlich strukturiert angezeigt wird, ohne die Datei öffnen oder eine Programmdatei ausführen zu müssen.

Das ist vor allem bei Exe-Dateien sehr hilfreich. PEStudio zeigt alle Details zum internen Aufbau der Exe-Datei an und führt u.a. einen Viruscan bei VirusTotal durch.

Ich habe das Tool heute erst per Zufall entdeckt und es daher in der aktuellen Auflage meines Windows 10-Ratgebers nicht berücksichtigen können.

PEStudio macht die „Innereien“ von Programmdateien sichtbar

Ftp mit Windows 10 ganz einfach

Auch wenn das File Tranfer Protocol (Ftp) eine Art Dinosaurier unter den Internet-Protokollen ist (das zugrundliegende Standardokument  RFC 959 stammt aus dem Jahr 1985), ist es noch längst nicht ausgestorben. Für mich es immer noch die einfachste und schnellste Variante, um eine große Datei von A nach B zu transferrieren. Dass die Verbindung grundsätzlich unsicher ist stört mich dabei nicht, denn bei den übertrangenen Dateien handelt es sich in der Regel um Programmdateien oder Dokumente, die weniger oder weniger öffentlich sind bzw. die keine vertraulichen Informationen (Passwörter, Handy-Nummern oder Karten, auf denen verborgene Schätze eingetragen sind usw.) enthalten. Wäre das ein Thema, würde ich statt FTP das um SSL-Verschlüsslung erweiterte SFTP oder FPT(S) verweden.

Auch wenn es viele sehr gute Ftp-Clients gibt, z.B. das ausnahmlos hervorragende FileZilla oder das ebenfalls sehr gute WinSCP für SFTP, für eines FTP tut es auch der Explorer.

Das geht wie folgt.

Schritt 1: Geben Sie die Adresse des Ftp-Servers in die Adressleiste, z.B. ftp://ftp.hq.nasa.gov.
Schritt 2: Ist eine Anmeldung erforderlich, wird ein Eingabedialog für die Eingabe von Benutzername und Kennwort angezeigt.

Ging alles gut, wird der Inhalt des Ftp-Verzeichnisses im Explorer-Fenster angezeigt. Das Kopieren von Dateien zum Ftp-Server wird einfach per Drag&Drop erledigt.

Mein Lieblingsbeispiel ist immer noch der öffentliche Ftp-Server der US-Weltraumbehörde NASA (nicht zu verwechseln mit NSA): ftp://ftp.hq.nasa.gov.

Wer diese Adresse in die Adressleiste des Explorer eintippt und die Enter-Taste gedrückt, landet ein paar Sekunden später auf einem Computer der NASA und erhält Zugang zu öffentlich zugänglichen Dokumenten. Auch wenn es nur sehr wenige Dokumente sind, da der Ftp-Zugang vermutlich schon seit Jahrzehnten keine große Rolle mehr spielt, ist es doch auch im Jahr 2016 (zumindestens für mich) eine faszinierende Vorstellung vom heimischen Schreibtisch aus mit einem beliebigen Computer auf der Welt verbunden zu sein.

Ftp mit dem Explorer - zu Besuch bei der NASA

Ftp mit dem Explorer – zu Besuch bei der NASA

Mit welcher Windows-Version arbeite ich zur Zeit?

Ob das Anfang August freigegebene Anniversary Update (AU) für Windows 10 bereits installiert wurde, lässt sich auch von Experten nur bei genauerem Hinsehen feststellen. Ein Indikator ist, dass wenn im Startmenü unterhalb von „Meistverwendet“ alle Apps und Anwendungen aufgelistet werden und es den Eintrag „Alle Apps“ nicht mehr gibt.

Am zuverlässigsten geht es über die Anzeige der Versionsnummer, die für das AU 1607 lautet. Diese wird durch Eingabe von „Winver“ in die Ausführen-Dialogbox, die nach Eingabe von [Win]-Taste + [R] angezeigt wird., zusammen mit anderen Details angezeigt.

Die Versionsanzeige von Windows verrät unter anderem, ob es sich um das Anniversary Update handelt

Die Versionsanzeige von Windows verrät unter anderem, ob es sich um das Anniversary Update handelt